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Gemeinschaftspraxis Dr.Lutz Mauersberg und Dr.Brit Wald

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. Stammzellspende, Knochenmarkspende, Leukämie

Stammzellspende, Knochenmarkspende und Leukämie:

Warum ist die Bereitschaft dazu wünschenswert und wichtig?

Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch neu an Leukämie (Blutkrebs). Viele dieser Patienten sind Kinder und Jugendliche.

Diese bösartige Erkrankung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten: für die Infektabwehr zuständig) entsteht im Knochenmark, dem blutbildenden Organ des menschlichen Körpers.

Hier ist der normale Reifeprozess der weißen Blutkörperchen gestört, und es kommt zu einer explosionsartigen Vermehrung dieser Zellen.

Zusätzlich werden durch diese Zellwucherung auch die anderen im Knochenmark gebildeten Zellen, nämlich die roten Blutkörperchen (Erythrozyten: für den Sauerstofftransport verantwortlich) und die Blutplättchen (Thrombozyten: für die Blutgerinnung verantwortlich) verdrängt.

Erste Anzeichen dieser bösartigen Erkrankung sind Infektanfälligkeit, Abgeschlagenheit und Neigung zu Blutergüssen. Ohne medizinische Behandlung führt eine Leukämie immer zum Tode.

Häufig gelingt es zwar, Patienten durch eine Chemo- bzw. Strahlentherapie zu retten. Doch nicht immer. In solch einem Fall ist die Übertragung von gesunden Stammzellen die letzte Chance, das Leben des Patienten zu retten.
Aber nur für etwa jeden vierten dieser Leukämie-Patienten kann ein geeigneter Spender innerhalb der eigenen Familie gefunden werden. Alle Übrigen sind auf fremde Spender angewiesen.

Um auch diesen Menschen helfen zu können ist, die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei ins Leben gerufen worden.

DKMS - Deutsche Knochenmarkspenderdatei

Die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH wurde 1991 aus einer privaten Initiative heraus gegründet und hat sich innerhalb kürzester Zeit mit heute über 1,2 Mio registrierten Spendern zur weltweit größten Einzeldatei entwickelt. Jeden Tag erhalten mindestens vier Patienten Stammzellen von Spendern aus der DKMS.

Trotz dieser positiven Entwicklung kann für etwa jeden vierten der Patienten, die eine Stammzelltransplantation benötigen, noch immer kein geeigneter Spender gefunden werden.

Erklärtes Ziel der DKMS ist es, durch den weiteren Ausbau der Datei, für möglichst alle Patienten einen geeigneten Lebensspender zu finden.

Nach einer anfänglichen Förderung durch das Bundesministerium für Gesundheit und die Deutsche Krebshilfe ist die DKMS seit Ende 1994 für den Ausbau der Datei finanziell auf sich gestellt. Die Spenderneugewinnung wird seitdem ausschließlich über Privat- und Firmenspenden finanziert.

Wie kann ich helfen?

Lassen Sie sich in die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei aufnehmen!

Das bedeutet für Sie eine kleine Blutentnahme von ca. 5 Milliliter Blut, mittels derer man Ihre Gewebemerkmale feststellen kann.

Sollten diese mit den Gewebemerkmalen eines Patienten übereinstimmen (die Wahrscheinlichkeit in den nächsten 10 Jahren als Spender in Frage zu kommen, liegt bei 5 Prozent) liegt es an Ihnen, sich festzulegen, ob Sie sich tatsächlich als Lebensspender zur Verfügung stellen wollen.

Vor dieser Entscheidung steht in jedem Fall eine eingehende ärztliche Beratung.
Voraussetzungen für die Aufnahme in die DKMS: Sie sind zwischen 18 und 55 Jahre alt und leiden an keiner ernsthaften Erkrankung.

Die Registrierung jedes neuen potenziellen Lebensspenders kostet die DKMS 50,00 Euro. Häufig werden die Kosten von den Spendern selbst getragen, doch nicht allen ist dies möglich. Helfen können Sie daher auch mit Ihrer Geld-Spende. Die vielen Patienten, denen dadurch geholfen werden kann, werden es Ihnen danken.

Wie läuft eine Lebensspende ab?

Heute gibt es zwei Möglichkeiten, die dringend benötigten Stammzellen zu spenden:
- die Knochenmarkentnahme und die
- periphere Stammzellentnahme.

Bei der Knochenmarkentnahme wird dem Spender unter Vollnarkose ca. 1 Liter Knochenmark-Blut-Gemisch (das sind ungefähr 5 Prozent des Gesamtvolumens) aus dem Beckenknochen (nicht Rückenmark!) entnommen und dem Patienten übertragen. Das entnommene Knochenmark bildet sich innerhalb von 14 Tagen vollständig nach. Das Risiko für den Knochenmarkspender beschränkt sich im wesentlichen auf das Narkoserisiko.

Bei der peripheren Stammzellentnahme wird dem Spender über mehrere Tage ein körpereigener hormonähnlicher Stoff (Wachstumsfaktor) gegeben. Dieses Medikament stimuliert die Produktion der Stammzellen, die dann über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gesammelt werden. Dieses Verfahren wird in der Medizin seit 1988 angewandt, beim DKMS-Spender seit 1996. Nach dem heutigen Stand der Forschung sind keine Langzeitnebenwirkungen bekannt, jedoch kann aufgrund der relativ kurzen Beobachtungsdauer noch kein abschließendes Urteil getroffen werden.

Periphere Stammzellentnahme, Stammzellspende

In beiden Fällen wird der Spender vor der Entnahme eingehend ärztlich untersucht. Verdienstausfall und alle anderen Kosten des Spenders werden von der Krankenkasse des Patienten übernommen.

"Wettlauf ums Leben" oder "Wie können Unternehmen helfen"?

Beteiligen Sie sich am "Wettlauf ums Leben", dem Unternehmenswettbewerb der anderen Art. In diesem Wettkampf zählt das Miteinander, der gemeinsame Gegner ist die Leukämie. Sie können die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei unterstützen, indem Sie sich als Lebensspender in die Datei aufnehmen lassen.

Bei diesem Wettbewerb kann jedes Unternehmen - ganz gleich, wie groß es ist - helfen, einem Leukämiepatienten die Chance auf ein neues Leben zu ermöglichen. Entscheidend für den Erfolg der Aktion ist die Motivation der Mitarbeiter, die mit Informationsmaterial und Unterstützung der DKMS durch Unternehmensleitung, die Personalabteilung oder den Betriebsrat beraten und aufgeklärt werden.

Über 1.200 Unternehmen jeder Größe haben sich mit sozialem Engagement in den letzten Jahren an diesem Wettbewerb beteiligt, und so konnte die DKMS weit über 80.000 potenzielle Stammzellspender bei Firmenaktionen registrieren. Zu den erfolgreichsten Beispielen zählen unter anderem die Hornbach-Baumarkt AG, die in ihren über 60 bundesweiten Filialen knapp 4.300 Mitarbeitern und Kunden zur Aufnahme in die Datei verhalf und die Volkswagen AG in Wolfsburg mit rund 3.500 Mitarbeitern, die als potenzielle Stammzellspender in die DKMS aufgenommen wurden. Aber auch viele kleine Firmen wie z. B. der Gasthof Wadenspanner in Altdorf konnten mit einer hohen Beteiligung der Mitarbeiter helfen, Leben zu retten.

Die Registrierung eines Spenders kostet die DKMS 50,00 Euro (hauptsächlich Laborkosten). Da sie seit Ende 1994 für den Ausbau der Datei keine öffentliche Förderung mehr erhält, ist sie auf die Übernahme der Kosten durch das Unternehmen angewiesen. Oft tragen auch die Mitarbeiter einen Teil der Gesamtsumme z.B. durch Geldspendensammlungen, Einnahmen aus Betriebsfesten oder ähnlichem. Als gemeinnützige Organisation kann die DKMS steuerabzugsfähige Spendenbescheinigungen ausstellen.

Um die Chance zu bekommen einmal als Lebensspender aktiv zu werden, benötigt die DKMS zunächst eine Blutprobe des Spenders. Mit 5 ml Blut können seine Gewebemerkmale typisiert (untersucht) werden. Diese Daten stehen dann in anonymisierter Form nationalen und internationalen Registern für Patientenanfragen zur Verfügung. Bei eventuellen Übereinstimmungen werden (nach Rücksprache mit dem Spender) weitergehende Untersuchungsschritte eingeleitet.

Jedes Jahr erkranken mehrere tausend Menschen in Deutschland neu an Blutkrebs. Oft kann den Betroffenen nur durch eine Stammzelltransplantation geholfen werden. Die Suche nach einem passenden Spender ist sehr schwierig, da die Gewebemerkmale von Spender und Patient nahezu übereinstimmen müssen. Die Wahrscheinlichkeit einen "genetischen Zwilling" zu finden, liegt zwischen 1 : 20.000 und 1 : mehreren Millionen. Zwar sind in der DKMS heute bereits mehr als 1,2 Mio (Stand: Juli 2005) registriert, aber noch immer findet etwa jeder vierte der Leukämiepatienten, die lebensnotwendig eine Stammzelltransplantation benötigen, keinen geeigneten Spender.

(Quelle: DKMS 2005)

Weiterführende Links:

DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei,
Lebendspenden von Knochenmark und Stammzellen

Häufige Fragen zur Stammzellspende FAQ

Online-Registrierung als Spender bei der DKMS

ZKRD - Zentrales Knochenmarkspender-Register Deutschland gGmbH, Ulm

BMDW - Internationales anonymisiertes Suchregister in Leiden, Niederlande

Artikel 'Organspende, Gewebespende, Transplantation'


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