Vorhandene Navigationshilfen mit 'Accesskey' und 'Tabindex'.

Accesskey 0 (Null) bringt Sie immer zum Seitenanfang mit dem folgenden Menü zurück.


Gemeinschaftspraxis Dr.Lutz Mauersberg und Dr.Brit Wald

Innere · Allgemeinmedizin · Geriatrie · Palliativmedizin · Notfallmedizin

Wiesbaden · Biebrich

Hilfsmenü:


Zum Seitenanfang

Hauptmenü (öffnet neue Seiten):

Pfad: start > patienteninfo > mmr

. Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln- MMR

Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln- MMR:

Auch der Volksmund kann irren, so zum Beispiel mit der Einschätzung, Kinderkrankheiten seien harmlos. Wer als Kind zum Beispiel Masern oder Mumps ohne Komplikationen überstanden hat, hat einfach Glück gehabt. Ein Beweis für die Ungefährlichkeit dieser Krankheiten ist damit aber nicht erbracht.

Hohe Gefährdung

Wie gefährlich diese Infektionen wirklich sind, sagt uns die Statistik:
So tritt bei masernkranken Kleinkindern die Hirnentzündung in der Größenordnung von 1 auf 10.000 Masern-Erkrankungen auf. Bei älteren Kindern und vor allem bei Jugendlichen sind Komplikationen wesentlich häufiger: Jeder 500. Masernkranke entwickelt eine Enzephalitis. Etwa ein Viertel der davon Betroffenen behält Dauerschäden zurück, zwischen 10 und 30 Prozent sterben.
Mumps
ist heutzutage die häufigste Ursache für Schwerhörigkeit bei Kindern. Röteln können bei Jugendlichen das Nervensystem angreifen (in einer Häufigkeit von 1:5.000 bis 1:6.000). Auch der Tod eines Kleinkindes im Zuge des epidemischen Masern-Ausbruchs in Berlin im Winter 2014/2015 zeigt auf tragische Weise die Gefährlichkeit der Infektion.

Selbst sinkende Erkrankungszahlen bei Kindern geben keinen Anlass zur Entwarnung, ganz im Gegenteil: Erkranken wegen unseres hohen Lebensstandards und dem starken Trend zur Ein-Kind-Familie immer weniger Kinder an Masern, Mumps oder Röteln, hat dies zur Folge, dass sich die Krankheiten immer mehr ins Erwachsenenalter verschieben. Damit steigt aber auch das Risiko für schwere Komplikationen wie Lungen-, Mittelohr- und Hirnentzündungen bei Masern. Bei Mumpserkrankungen erhöht sich das Risiko für Hirnhaut- bzw. Gehirnentzündungen und Hörverlust. Eine Schwellung und Entzündung der Hoden bei jugendlichen oder erwachsenen Männern wird ebenfalls befürchtet.

Während die Röteln im Normalfall meist leicht verlaufen, geht von ihnen eine besondere Gefahr aus, wenn ein schwangere Frau daran erkrankt: Die Infektion kann auf das Kind im Mutterleib übergehen und es besonders in den ersten drei Monaten schwer schädigen. Die Konsequenzen reichen von Fehlbildungen an Auge, Ohr und Herz bis hin zu Missbildungen des Gehirns und Fehlgeburten. Das Tückische an Rötelninfektionen ist ihr häufig unauffälliger Verlauf, in mehr als 50 Prozent der Fälle tritt der Hautausschlag nicht auf, manchmal fehlen auch die anderen Symptome wie Fieber oder Lymphknotenschwellungen völlig, so dass Schwangere oft gar nicht wissen, dass sie sich angesteckt haben.

Schutz vor einem gefährlichen Trio

Da keine der drei Virus-Krankheiten mit Medikamenten behandelt werden kann, bietet nur die vorbeugende Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR-Impfung) Schutz vor den gefährlichen Komplikationen. Dennoch stehen noch immer viele Eltern der Schutzimpfung trotz ihrer guten Verträglichkeit skeptisch gegenüber. Zu Unrecht, wie die Gegenüberstellung von Komplikationen nach Masern-, Mumps- und Rötelnerkrankung mit denen nach einer MMR-Impfung zeigt.

Seit 2010 empfiehlt die Ständige Impfkommission StiKo die Impfung gegen Masern auch für alle Erwachsenen, die nach 1970 geboren sind und noch keinen ausreichenden Impfschutz dagegen haben. Wer bislang also noch gar nicht oder nur einmal geimpft wurde, sollte jetzt die Impfung erhalten. Und zwar nicht alleine gegen Masern, sondern mit einem Kombinationsimpfstoff gleichzeitig auch gegen Mumps und Röteln. Diese Empfehlung gilt auch für alle, bei denen unbekannt ist, ob sie überhaupt geimpft wurden und wie oft, zum Beispiel weil das Impfbuch abhanden gekommen ist. Wichtig zu wissen: Geimpfte sind nicht ansteckend, auch wenn bei ihnen zum Beispiel ein masernähnlicher Ausschlag auftritt. (Quelle: mod.nach DGK)

Weiterführende Links

Artikel 'Impfen und Impfschutz in jedem Alter- eine Übersicht'

Nationales Referenzzentrum für Masern, Mumps, Röteln

Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommision (STIKO) am Robert-Koch-Institut

Deutsches Grünes Kreuz Marburg e.V.