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Gemeinschaftspraxis Dr.Lutz Mauersberg und Dr.Brit Wald

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. Krebsvorsorge beim Mann

Krebsvorsorge beim Mann - die vertane Chance

Artikel für die Zeitung 'Blickpunkt Biebrich'

[ Informationen zur Darmkrebsvorsorge bei Frau und Mann ]

Fragen wir Herrn X: "Wann haben Sie Ihr Auto das letzte Mal zur Inspektion oder zur Hauptuntersuchung gebracht?", so wird er mit Selbstverständlichkeit antworten: "Pünktlich natürlich!", das heißt, alle zwei Jahre.
Fragen wir denselben Herrn X danach, wann er seine letzte Krebsvorsorgeuntersuchung beim Arzt hat durchführen lassen, wird er mit größter Wahrscheinlichkeit eine ausweichende, entschuldigende oder sogar abwehrende Antwort geben.

Dabei glaubt sicherlich niemand, der menschliche Körper sei weniger störanfällig als ein Pkw !
Tatsache ist, dass in unserer Wohlstandsgesellschaft die mit der Vorsorgeuntersuchung frühzeitig entdeckbaren Krebsarten durch unsere Lebens- und Essgewohnheiten weiter zunehmen. Um so wichtiger ist es, dass mehr Männer (und natürlich auch Frauen) die Vorsorge-Untersuchung(en) wahrnehmen.

Ein paar Fakten: Nur 16 Prozent der Männer (aber immerhin 34 Prozent der Frauen) nutzen das Angebot, die jährliche Krebsvorsorge vom 45. Lebensjahr an durchführen zu lassen. In Deutschland erkranken jährlich etwa 55000 Menschen neu an einem Dickdarm- oder Enddarmkrebs. Weltwelt sind es rund 678000 Neuerkrankungen pro Jahr, etwa 394000 Menschen sterben jährlich an dieser Krebsart. Damit ist das Karzinom des Darms bei Männern die zweithäufigste Tumorerkrankung nach dem Bronchialkarzinom. Das Prostatakarzinom des Mannes tritt ebenfalls häufiger im höheren Lebensalter auf, es ist mittlerweile der dritthäufigste Tumor beim Mann und die zweithäufigste Krebstodesursache.

Bei der jährlichen Vorsorge-Untersuchung des Mannes werden durchgeführt:

  • eine Befragung nach möglichen Erkrankungszeichen
  • Tastuntersuchung des Enddarmes und der Prostata durch den Arzt
  • Inspektion der Haut
  • Abtasten der regionären Lymphknoten
  • Urinuntersuchung
  • Stuhluntersuchung (ab 50. Lebensjahr)
  • ab dem 56. Lebensjahr ggf. Koloskopie (siehe 'Darmkrebsvorsorge')

Allein mit diesen Krebsfrüherkennungs- Untersuchungen kann ein erheblicher Anteil der Krebserkrankungen im heilbaren Frühstadium entdeckt werden. Eine weitere Untersuchung, die derzeit jedoch noch keine Kassenvorsorgeleistung ist, kann zur deutlichen Verbesserung der Vorsorge empfohlen werden:

  • der PSA-Test im Blut: Dieser sogenannte "Tumormarker" kann frühzeitige Hinweise auf das Vorliegen eines Prostatakarzinoms geben.

Seit dem 01.01.2004 gibt es im Rahmen des GMG eine neue Richtlinie für die Darmkrebsvorsorge und deren Kostenübernahme bei gesetzlich versicherten Patinten, Näheres dazu im Artikel 'Darmkrebsvorsorge'.

Die Krebssterblichkeit an einem Dickdarmtumor kann hierdurch um bis zu 85 Prozent gesenkt werden.

Wenn Sie parallel zu diesen Untersuchungen auch noch etwas mehr auf Ihre Lebensgewohnheiten achten, mehr Sport treiben, Übergewicht vermeiden, den Fleischanteil in Ihrer Ernährung vermindern und mehr Gemüse und Obst essen sowie auf Nikotin- und Alkoholkonsum weitgehend verzichten, dann sind die Chancen, Ihre persönliche Vorsorgeuntersuchung 'ohne Beanstandungen' zu bestehen, recht gut. Sprechen Sie Ihren Hausarzt darauf an, er berät Sie gern !

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