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Gemeinschaftspraxis Dr.Lutz Mauersberg und Dr.Brit Wald

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. Impfung gegen humane Papillomaviren HPV - Schutz

Impfung gegen humane Papillomaviren HPV - Schutz:

Vielfältiger Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs, Feigwarzen oder Kondylome

Humane Papillomaviren HPV können neben gutartigen Veränderungen wie Feigwarzen und Kondylomen (HPV-Typen 6, 11) auch eine bösartige Erkrankung auslösen, den Gebärmutterhalskrebs oder medizinisch ausgedrückt: das Zervixkarzinom (HPV-Typen 16, 18).

Trotz sehr guter Möglichkeiten der Früherkennung und Frühbehandlung beläuft sich die Zahl der Neuerkrankungen an Gebärmutterhalskrebs nach den Daten der Dachdokumentation Krebs am Robert Koch-Institut (RKI) auf rund 6.500 jährlich. Über 1.700 Frauen sterben pro Jahr an den Folgen. Ein erster Häufigkeitsgipfel findet sich bereits bei Frauen zwischen 35 und 55 Jahren – im Vergleich zu anderen Krebsarten ein sehr frühes Erkrankungsstadium. Nach einem vorübergehenden Rückgang steigt die Erkrankungshäufigkeit später erneut an. In Europa steht Gebärmutterhalskrebs nach Brustkrebs an zweiter Stelle der krebsbedingten Todesarten bei Frauen unter 45 Jahren.

Vorbeugung und Früherkennung sind wichtig

Derzeit üblicher Bestandteil des gesetzlichen Früherkennungsprogramms ist eine jährliche Abstrichuntersuchung (Test nach Papanicolaou, 'Pap-Test') für Frauen ab 20 Jahren durch den Frauenarzt.

Mit Hilfe dieser Abstrichuntersuchung können Krebsvor- und Frühstadien erkannt und behandelt werden, besonders deshalb, weil sich die Krebsentwicklung in der Regel über viele Jahre hinzieht.
Vor der Einführung des gesetzlichen Früherkennungsprogramms 1971 zählte das Zervixkarzinom in Deutschland zu den häufigsten Krebsarten. Mittlerweile ist es durch das Angebot der regelmäßigen Abstrichuntersuchung und die frühzeitige Behandlung von Krebsvorstufen auf Platz zehn zurückgedrängt worden. Allerdings ist die Erkrankungsrate im europäischen Vergleich immer noch relativ hoch. Die Schätzungen bewegen sich zwischen 10 und 13 Fällen pro 100.000 Frauen jährlich.

Impfung gegen HPV verfügbar

Seit diesem Jahr ist eine Impfung gegen einige Typen des HP-Virus verfügbar.

Diese vorbeugende Impfung gegen die Hauptauslöser des Zervixkarzinoms, die Hochrisikotypen Humaner Papillomviren HPV 16 und HPV 18, kann die Zahl der Neuerkrankungen senken. Allerdings werden etwa 30 Prozent der Zervixkarzinome durch andere HPV-Typen verursacht.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die generelle Impfung (PDF-Datei, 150 Kb) gegen HPV-16 und HPV-18 für alle Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Unter bestimmten Bedingungen können auch Mädchen ab 9 Jahren geimpft werden.

Da das Virus fast ausschließlich durch Geschlechtsverkehr übertragen wird, muss diese prophylaktische Impfung der jungen Mädchen vor Aufnahme des ersten Sexualkontaktes erfolgen.

Nicht sinnvoll und nicht wirksam ist eine Impfung mit dem Ziel, bereits vorhandene HPV-bedingte Zellveränderungen zu behandeln. (mod.Quelle: ZerVita)

Ablauf der Impfung

Üblicherweise besteht die Grundimmunisierung aus drei Einzeldosen, die im vorgeschriebenen Zeitraum intramuskulär in den Oberarm injiziert werden. Zwei und sechs Monate nach der Erstimpfung erfolgen die beiden Auffrischungen.

Kostenübernahme

Die Kosten für diese von der STIKO empfohlene vorbeugende Impfung werden von allen Krankenkassen seit dem 01.07.2007 übernommen.

Bis zur definitiven Klärung des bürokratischen Wegs müssen Sie derzeit noch in Vorlage treten. Sie bezahlen Impfung und Impfstoff, die Kosten werden Ihnen von den Krankenkassen gegen Vorlage der quittierten Rechnung erstattet.

Weitere Informationen

Artikel 'Impfen und Impfschutz in jedem Alter- eine Übersicht'

HPV-Impfung, Infos durch das Robert-Koch-Institut

AG Kinder- und Jugendgynäkologie e.V. zur HPV-Impfung

Deutsches Grünes Kreuz e.V. zu Gebärmutterhalskrebs und HPV-Impfung

ZerVita - Aufklärung über Gebärmutterhalskrebs

Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommision (STIKO) am Robert-Koch-Institut