Vorhandene Navigationshilfen mit 'Accesskey' und 'Tabindex'.

Accesskey 0 (Null) bringt Sie immer zum Seitenanfang mit dem folgenden Menü zurück.


Gemeinschaftspraxis Dr.Lutz Mauersberg und Dr.Brit Wald

Innere · Allgemeinmedizin · Geriatrie · Palliativmedizin · Notfallmedizin

Wiesbaden · Biebrich

Hilfsmenü:


Zum Seitenanfang

Hauptmenü (öffnet neue Seiten):

Pfad: start > patienteninfo > hitzewarnsystem

. Hitzewarnsystem in Hessen, Hitzewarnungen

Hitzewarnsystem in Hessen- Verhaltensempfehlungen

Die Wetterextreme scheinen zuzunehmen. Neben ergiebigen Regenfällen, kalten Wintern, Überschwemmungen und Wirbelstürmen häufen sich auch die wirklich heißen Sommertage.

Aufgrund von Erfahrungen mit den Hitzeperioden des Sommers 2003 wurde unter Federführung des Hessischen Sozialministeriums ein zweistufiges Hitzewarnsystem etabliert, welches Pflegeinstitutionen und der Bevölkerung Verhaltens- und Präventionsmaßnahmen empfiehlt.
In der hierfür eingesetzten Arbeitsgruppe auf Landesebene arbeiten Vertretern der Heimaufsicht, der Gesundheitsämter und des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit. Dieser spricht bei zu erwartender Überschreitung der 'gefühlten Temperatur (GT)' mit starker Wärmebelastung eine direkte Warnung gegenüber dem Hessischen Sozialministerium aus und veröffentlicht diese auch im Internet.

Hierbei richtet sich die Hitzewarnung 'Warnstufe 1' an alle Heime für alte Menschen und für Menschen mit Behinderung sowie an die Heimaufsichtsbehörden, nachrichtlich an den MDK Hessen und an die Gesundheitsämter. Bei Auslösung der Hitzewarnung 'Warnstufe 1' sollen in den Heimen die dort bekannten und im Einzelfall sinnvollen Sofortmaßnahmen durchgeführt und dokumentiert werden.

Die Hitzewarnung 'Warnstufe 2' richtet sich neben den Heimen und den Heimaufsichtsbehörden an alle Gesundheitsämter sowie an die Öffentlichkeit. Bei Auslösung dieser Hitzewarnung informieren die Gesundheitsämter Ärztinnen und Ärzte, Rettungsdienste und Krankenhäuser über die bestehenden Gefahren insbesondere für ältere und für kranke Menschen sowie über geeignete Präventionsmaßnahmen. In den Heimen sollen die dort bekannten und im Einzelfall sinnvollen Sofortmaßnahmen durchgeführt und dokumentiert werden; die Umsetzung und Dokumentation wird von der Heimaufsicht überwacht.

Das Gesundheitsamt Wiesbaden hat ein Merkblatt mit 'Informationen und Tipps für die Bevölkerung zum Hitzwarnsystem' herausgegeben, siehe unten.

Besonders gefährdet sind bei anhaltend großer Hitze Säuglinge und Kleinkinder sowie ältere Menschen und solche mit chronischen Erkrankungen.

Was kann man im einzelnen tun?

Viel trinken:
Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees von Zimmertemperatur sind genau das Richtige, 2-3 Liter pro Tag sollten es schon werden.
Getränke aus dem Eisschrank, Eiswürfel zusätzlich, regen paradoxerweise die Wärmebildung im Körperinnern noch an und sind somit nicht unbedingt gesundheitsfördernd.
Auch auf stark gesüßte koffein- und alkoholhaltige Getränke sollte man lieber verzichten (auch die beliebten Eistees), sie regen die Flüssigkeitsausscheidung stark an und belasten damit die Kreislaufsituation zusätzlich.

Mineralien und Salze
gehen beim Schwitzen verloren und müssen ersetzt werden, Salzknabbereien, gewürzte Gurkenscheiben, Dickmilch mit Schnittlauch und Salz oder ein Zaziki bewähren sich hier.

Gemüsesüppchen
von Tomate, Gurke, Zucchini, nach Art der berühmten mediterranen 'Gazpacho', lauwarm, auch mal zwischendurch, ist ein wertvoller Beitrag zur richtigen mineralreichen Ernährung, wenn sich bei uns auch einmal Mittelmeer-Temperaturen eingestellt haben.

Frische Salate
nach Sommerrezepten sind eine ideale Hauptmahlzeit.

Fruchtige Zwischenmahlzeiten
wie frische Melone und Ananas ergänzen nicht nur Flüssigkeit, sondern liefern gleichzeitig erforderliche Vitamine und Spurenelemente.

Raumklima verbessern– auch ohne Klimaanlage
Jalousien und Rollläden herunterlassen um die Sonneneinstrahlung zu vermindern. Jalousien sollten möglichst außen liegen, das wehrt die Wärmestrahlung ab, bevor sie das Fensterglas erwärmen.
Lüften nur morgens und spät abends - beim Lüften möglichst Durchzug herstellen.
Ventilatoren mit Vorsicht einsetzen, nicht jeder verträgt die Zugluft - Erkältungsgefahr!
Feuchte Tücher nachts vor die geöffneten Fenster hängen.
Wärmeabstrahlende Elektrogeräte abschalten (PC, Monitor, jede Glühlampe strahlen Wärme ab und lassen das Thermometer steigen – Energiesparlampen heizen weniger!).

Wasser- Wellness- und was sonst noch gut tut
- Handgelenke mit kühlem Wasser erfrischen
- eine feuchte Kompresse auf Stirn oder Nacken
- eine Gel-Maske (Migräne) aus dem Kühlschrank auf die Augenpartie legen
- lauwarm Duschen – nicht eiskalt (das Zusammenziehen der Gefäße führt zu Wärmestau)
- lauwarmes Fußbad mit angenehmem Duft
- Schläfen, Hals und Region hinter den Ohren mit 'Kölnisch Wasser ™', Eisstift oder ähnlichem betupfen.
- Einreibungen mit Franzbranntwein (Rücken/ Beine)
- Einreibungen der Füße mit Fußbalsam (aus dem Kühlschrank)
- Thermalwasserspray (Gesicht, Arme, Dekolleté)

Leichte Kleidung aus Naturfaser tragen.

Sonnenhut oder andere geeignete Kopfbedeckung, am besten aus Leinen, hält bis zu 90% der UV-Strahlen ab.

Sonnenschutz für die Haut, wenn man sich im Freien aufhält. Möglichst den Aufenthalt im Freien auf Morgen- und Abendstunden beschränken.

Schatten und/ oder klimatisierte Aufenthaltsorte wie z.B. Bibliotheken oder Geschäfte mit Klimaanlagen aufsuchen.

Einkäufe, Erledigungen etc. sollten am Tagesanfang stattfinden (bevor es richtig heiß wird!)

Besonders wichtig:

Lassen Sie niemanden in einem geschlossenen geparkten Auto zurück.

Sprechen Sie Ihren Hausarzt auf Besonderheiten in der Versorgung eines älteren, erkrankten oder behinderten Angehörigen an:
Hierbei ist auch die maximal erlaubte Trinkmenge bei Hitze für Nieren- oder Herzkranke erfragen.

Kreislaufbeschwerden, Muskelkrämpfe, Bauchschmerzen, ungewohnte Unruhe- und Verwirrtheitszustände sind Hinweise auf ernstzunehmende Hitzefolgen.

[mod.Quelle: Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Wiesbaden]

Weiterführende Links:

Deutscher Wetterdienst DWD (mit amtlichen Warnungen)

Gesundheitsamt Wiesbaden

Hesssiches Sozialministerium

Medizinischer Dienst der Krankenkassen MDK

KV Hessen zur Gesundheitsprävention bei Hitzeperioden

Artikel 'Sommersmog und erhöhte Ozon-Werte'

Artikel 'Sonnenbaden und Sonnenbrand'

Downloads:

Informationen und Tipps für die Bevölkerung zum Hitzwarnsystem in Hessen- Gesundheitsamt Wiesbaden (55 kB, PDF-Datei)    Hitzewarnsystem

Hessische Arbeitsgruppe zur Gesundheitsprävention bei Hitzeperioden
(18 Kb, PDF-Datei)
    Arbeitsgruppe zur Gesundheitsprävention bei Hitzeperioden


Pfad: start > patienteninfo > hitzewarnsystem