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Gemeinschaftspraxis Dr.Lutz Mauersberg und Dr.Brit Wald

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. SARS:Schweres akutes Atemwegs-Syndrom

Coronavirus SARS CoV 2, COVID 19

Schweres akutes respiratorisches (Atemwegs-) Syndrom

Von China ausgehend sind Infektionen und Erkrankungen mit dem neuartigen Virus spätestens seit Januar 2020 auch in Europa und Deutschland zu verzeichnen. Nachfolgend stellen wir eine Zusammenfassung mit weiterführenden Links zur Verfügung.

COVID-19 ist eine Infektionskrankheit der Lunge, Ursprung in Asien

Ausgehend von der chinesischen Metropole Wuhan verbreitet sich das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 seit Dezember 2019 in erstaunlicher Geschwindigkeit rund um den Erdball. Seit Januar 2020 gibt es auch in Deutschland entsprechende Infektionen, die Zahl steigt auch hierzulande.
Die Weltgesundheitsorgansisation WHO rief bereits am 30. Januar 2020 die 'Internationale Gesundheitsnotlage' aus, seit dem 28. Februar schätzt die WHO das Risiko auf globaler Ebene als "sehr hoch" ein. Am 11.03.2020 hat die WHO die aktuelle Corona-Krise auch aufgrund der Ausweitung auf inzwischen 114 Länder zur weltweiten Pandemie hochgestuft.

Das Robert-Koch-Institut RKI stellt auf einer interaktiven Karte für Bundesländer und Landkreise COVID-19-Verlaufskurven für Deutschland in Echtzeit zur Verfügung.

Die Johns-Hopkins-Universität (Baltimore/ USA) stellt auf einer interaktiven Weltkarte COVID-19-Verlaufskurven in Echtzeit zur Verfügung.

Bei Infektion beginnt die Krankheit COVID-19 nach einer Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen (!) mit recht unspezifischen Symptomen wie Fieber, Muskelschmerzen und trockenem Husten, bisweilen gepaart mit Rückenschmerzen und später schwerem, allgemeinem Krankheitsgefühl. Neben dem Husten können auch Schnupfen, Halsschmerzen und sogar Durchfall auftreten. Beschrieben werden zwischenzeitlich auch häufige Beeinträchtigungen des Geruchs- und/oder Geschmackssinns, wohl verursacht durch einen Virusbefall des Hirnstamms. Bei komplizierten Verläufen können aufgrund einer Infektion auch der unteren Atemwege Brustschmerzen und Atemnot bis hin zur Lungenentzündung auftreten. In extremen Fällen sind trotz intensivmedizinischer Behandlung Todesfälle letztendlich durch Multiorganversagen beschrieben.

Diagnostisch ist aufgrund der initialen Symptomatik eine Abgrenzung zu anderen Viruserkrankungen wie z.B. der Influenza-Grippe schwierig, deshalb sind Kontakt-, Reise- und Sozialanamnese wichtig. Das Virus lässt sich bei Verdacht gentechnisch im Speichel, im Trachealsekret und durch Nasenabstrich nachweisen, später sind Röntgenuntersuchungen sowie die für schwere Virusinfekte typischen laborchemischen Konstellationen hilfreich.

Wodurch wird COVID-19 ausgelöst?

Inzwischen gilt es als sicher, dass ein neues bislang unbekanntes Coronavirus als Erreger von COVID-19 zu betrachten ist.
Das Genom dieses Virus wurde Mitte Januar 2020 analysiert und zusammen mit einem ersten Nachweisverfahren veröffentlicht. Als Bezeichnung haben sich COVID-19, SARS-CoV-2 (Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2) und aufgrund der vermuteten Herkunft auch 'Wuhan seafood market pneumonia virus' eingebürgert.
Die bereits bekannte Gruppe der Coronaviren ist beim Menschen für etwa ein Drittel der normalen Erkältungen verantwortlich, löst bei Tieren aber auch wesentlich schwerere Erkrankungen aus.

Wie wird die Krankheit übertragen?

COVID-19 wird vor allem in Tröpfchen beim Husten und Niesen sowie möglicherweise auch über kontaminierte Oberflächen (Türklinken, Händeschütteln etc.) übertragen. Das Virus wurde bisher im Sekret des Nasen- und Rachenraumes, im Sputum, dem Stuhl, der Tränenflüssigkeit und dem Blut nachgewiesen. Epidemiologisch problematisch erscheint, dass auch symptomlose Virusträger Gesunde durch nahen Kontakt infizieren können!

In den ausgewiesenen Risikogebieten sind ungeschützte, direkte Kontakte zu Krankheitsverdächtigen und Erkrankten unbedingt zu vermeiden. Es empfiehlt sich, vorbeugend Massenansammlungen zu vermeiden. Insbesondere bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel könnte das Tragen eines geeigneten Mundschutzes und einer Schutzbrille sinnvoll sein. Häufiges Händewaschen, Desinfizieren von Kontaktflächen und ein angemessener Sozialabstand dienen der individuellen Hygiene.

Wo besteht Ansteckungsgefahr, wer ist gefährdet?

Bislang haben sich vor allem Menschen mit engem Kontakt zu COVID-19-Virusträgern infiziert, wie Pflegepersonal in Kliniken, Arbeitskollegen oder Angehörige. Menschenansammlungen gelten als Risiko. Die Gründe über die Schwere des Infektionsverlaufs werden untersucht, genetische Veranlagung, Fitness und Ernährung werden diskutiert. Medizinische Vorerkrankungen und ein höheres Lebensalter erhöhen das Risiko schwerer Verläufe.

Flughafen Frankfurt am Main FRA - ein internationales Drehkreuz

Das Auswärtige Amt hat auf einer Webseite Informationen für Reisende veröffentlicht mit weiteren Hintergrundinformationen.

Eine weitere Verbreitung in Deutschland könnte erfolgen durch ein Einreisen COVID-19-Erkrankter oder Virusträgern aus Gebieten mit aktueller Übertragung oder durch ungeschützten Kontakt mit einem COVID-19-Erkrankten oder Virusträger innerhalb Deutschlands.
Um eine Einschleppung durch Erkrankte aus Gebieten mit aktueller Übertragung zu verhindern, werden auf den Abflughäfen, in den Flugzeugen und auf deutschen Flughäfen vorbeugende Maßnahmen getroffen.
Um eine weitere Verbreitung eventueller Erkrankungen innerhalb Deutschlands zu verhindern, wurden folgende Empfehlungen gegeben: wahrscheinliche COVID-19-Erkrankte werden in Krankenhäusern isoliert; enge Kontaktpersonen zu wahrscheinlichen Erkrankungsfällen kommen in eine häusliche Quarantäne, d.h. sie dürfen ihre Wohnung nicht verlassen. Kontaktpersonen zu Verdachtsfällen werden aufgefordert, täglich Fieber zu messen und sich beim Auftreten von entsprechenden Symptomen bei den Gesundheitsbehörden zu melden. Verdachtsfälle, bei denen der Verdacht nicht ausgeschlossenen werden kann, die aber nicht schwer krank sind, bleiben ebenfalls in häuslicher Quarantäne.

Die Weltgesundheitsorganisation hat allen Fluggesellschaften, die aus Gebieten mit örtlicher Übertragung abfliegen, empfohlen, vor dem Einchecken eine Gesundheits-Befragung durchzuführen. Passagiere, welche mit COVID-19 vereinbare Beschwerden haben, sollen ihre Abreise verschieben. Den Airlines, die den Frankfurter Flughafen anfliegen, wurde darüber hinaus empfohlen zu kontrollieren, ob krank aussehende Passagiere an Bord gehen und Passagiere, die die beschriebenen Symptome haben, nicht mitzunehmen. Einige Fluggesellschaften fliegen Risikogebiete bis auf weiteres nicht mehr an.
Sollten Passagiere an Bord erst Symptome entwickeln, so sollten diese einen Mundschutz erhalten und wenn möglich separat gesetzt werden. Ein solcher Mundschutz sollte auch an Crew Mitglieder, die sich um den Kranken kümmern, oder umsitzende Passagiere verteilt werden. Die Verwendung von Handschuhen, desinfizierendes Händewaschen und die Verwendung eines Einmalfieberthermometers für den fraglichen Patienten wird dem Flugbegleitpersonal empfohlen. Hierdurch wird die Betreuung möglicherweise an COVID-19 erkrankter Passagiere noch während des Anfluges vorbereitet und die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung auf weitere Personen weitestgehend verringert.
Falls dennoch Personen mit COVID-19-verdächtigen Beschwerden auf dem Flughafen Frankfurt landen, gibt es entsprechende Notfallpläne für den Umgang.
Die übrigen Passagiere können meist weiterreisen – allerdings nur, falls die Personen mit einem Ansteckungsrisiko (umsitzende Passagiere, Crew Mitglieder) die vorgegebenen Aussteigerkarten ausgefüllt haben.
Sollte sich der Verdachtsfall bestätigen, können die betroffenen Personen von ihren lokal zuständigen Gesundheitsbehörden betreut werden.

Was ist bei Erkrankungsverdacht zu tun?

Hinweis: Unsere Praxisorganisation wird fortwährend der aktuellen Situation angepasst, bitte informieren Sie sich unter 'Aktuelles'!

Nehmen Sie zunächst telefonisch Kontakt auf mit dem Gesundheitsamt Wiesbaden unter Tel. 0611-318080, dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst ÄBD unter Tel. 116117, der Hotline des 'Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration' unter Tel. 0800-5554666 oder Ihrem Hausarzt. Bei Verdacht werden diese mit dem zuständigen Gesundheitsamt das weitere Vorgehen besprechen. Als Vorsorgemaßnahme sollten Sie engen Kontakt mit anderen Personen bis zur weiteren Abklärung vermeiden. Diese Kontaktsperre gilt auch zu Familienangehörigen!

Um den Betrieb der Arztpraxen und damit die Grundversorgung aller Patienten nicht zu gefährden, werden in Abstimmung mit der KV Hessen und dem Gesundheitsamt in der Praxis keine Abstriche genommen. Verdachtsfälle werden durch Gesundheitsämter, ÄBD oder Hausärzte an die zentralen Abstrichzentren verwiesen!

Bei der ärztlichen Untersuchung auch in den Abstrichzentren sind bestimmte Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten (Schutzkleidung, Mund- und Augenschutz für Patient und Arzt, Handschuhe, separater Raum, nicht im vollbesetzten Wartezimmer warten etc.).

In der Praxis bitten wir zum gegenseitigen Schutz um das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (Tipps).

Gibt es ein Mittel gegen die Krankheit?

Bislang gibt es gegen COVID-19 weder eine Impfung noch ein Medikament. Behandelt werden nur die Symptome. Hierbei können die Ärzte nur versuchen, den Allgemeinzustand der Patienten zu verbessern. Einige Mediziner verabreichen Antibiotika gegen mögliche zusätzliche Bakterieninfektionen. Einen neuen Wirkstoff zu entwickeln und zu testen, dauert gewöhnlich mehrere Jahre. Derzeit prüfen Mediziner, ob bekannte Anti-Viren-Medikamente gegen COVID-19 wirken.

Weiterführende Informationen und Links:

Hygienetipps in Deutsch, als PDF-Datei (142 Kb)

hygiene advice in english, turkish, arabic, french and russian

Infos von Stadt und Gesundheitsamt Wiesbaden

Infos des 'Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration'

Hessenschau.de: Wie sich Corona ausbreitet und wen es betrifft mit interessanten Statistiken

Robert-Koch-Institut RKI zu COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2)

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA zum SARS-CoV-2-Wuhan-Coronavirus,
auch mehrsprachige Merkblätter

KV Hessen: Infos zum Umgang mit Coronavirus,
für Patienten und Ärzte

Interaktiven Karte des RKI für Bundesländer und Landkreise, COVID-19-Verlaufskurven für Deutschland in Echtzeit

Wikipedia zum SARS-CoV-2-Wuhan-Coronavirus

Wikipedia zur Coronavirus-Epidemie 2019/2020

Interaktive Weltkarte mit COVID-19-Verlaufskurven in Echtzeit, Johns-Hopkins-Universität (Baltimore/ USA)

Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu COVID-19

Auswärtiges Amt, u.a. Reiseempfehlungen


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