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Gemeinschaftspraxis Dr.Lutz Mauersberg und Dr.Brit Wald

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Wiesbaden · Biebrich

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Gesundheitsuntersuchung- Check up

Die Gesundheitsuntersuchung, auch als 'Check up' oder 'Check up 35' bekannt, hilft Leben retten. Zum 01.April 2019 traten Änderungen in Kraft.

Wer kann das Angebot in Anspruch nehmen?

Vorsorgen ist besser als heilen. Dies gilt gerade für die großen Zivilisationskrankheiten wie Herz- Kreislauf- Erkrankungen, Nierenleiden, Stoffwechselstörungen und Zuckerkrankheit (Diabetes). Bedauerlicherweise nehmen nur etwa ein Drittel aller Betroffenen diese Vorsorgeleistung in Anspruch. Die Früherkennung von Gesundheitsstörungen lohnt sich und erspart den Menschen Leid und Schmerzen.

Deshalb haben die Krankenkassen und die Kassenärztlichen Vereinigungen (KBV / KVen) vereinbart, dass sich gesetzlich Versicherte ab dem 35. Lebensjahr alle drei Jahre nach festgelegten Kriterien untersuchen lassen können.
Neuerdings haben auch gesetzlich Versicherte mit entsprechendem Risikoprofil zwischen 18 und 34 Jahren einen einmaligen Anspruch auf eine ärztliche Gesundheitsuntersuchung, allerdings ohne Urin-Untersuchung.
Das Angebot der Gesundheitsuntersuchung (auch 'Check-up' oder GU-01732 genannt) gilt für Frauen und Männer in gleicher Weise.

Privatpatienten und Selbstzahler können diesen Check up auch jährlich in Anspruch nehmen, unabhängig von der obigen Altersgrenze.
Den gesetzlich versicherten Patienten bieten wir in den Jahren, in denen seitens ihrer Krankenkasse kein Check up gezahlt wird, einen Intervall-Check-up an, welcher aus medizinischer Sicht sinnvoll und zu empfehlen ist. Die Kosten hierfür müssen jedoch als IGeL- Leistung selbst getragen werden.

Die wenigsten Versicherten wissen, dass sie auch dann untersucht werden, wenn sie keine Beschwerden haben. Auch Patienten, die wegen einer oder mehrerer Krankheiten, auf die die Gesundheitsuntersuchung ausgerichtet ist, bereits in ärztlicher Behandlung sind, sind vom weiterführenden 'Check-up' nicht ausgeschlossen.

Warum ist der 'Check up' so wichtig?

Unbehandelter Bluthochdruck oder erhöhte Cholesterinwerte können zu ernsthaften Herz- Kreislauf- Erkrankungen, zu Schlaganfall und Herzinfarkt führen. Dabei reichen oft schon kleine Verhaltensänderungen (Aufgabe des Rauchens, sportliche Bewegung, gesunde Ernährung, Stressabbau etc.) aus, um bestehende Risikofaktoren zu mindern. Früherkennung einer Zuckerkrankheit lohnt - sie eröffnet frühzeitig Wege zur Therapie und ermöglicht qualifizierte Vorsorge im Hinblick auf gravierende Diabetesfolgen wie Herz-Kreislauf-Krankheiten, Erkrankungen der Augen, der Nieren sowie Durchblutungsstörungen. Die Gesundheitsuntersuchung dient dazu, mögliche individuellen Risikofaktoren zu finden und einen individuellen Fahrplan zu ihrem Abbau zu erstellen.

Die Gesundheitsuntersuchung dient also der Vermeidung von Krankheiten und damit der Erhaltung der Lebensqualität. Deshalb ist diese Gesundheitsuntersuchung vor allem für die Versicherten gedacht, die noch nicht krank sind oder sich nicht krank fühlen. Gerade die sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Herz- Kreislauf- Erkrankungen, die Zuckerkrankheit oder Nierenerkrankungen stellen sich schleichend ein und machen anfänglich keine Beschwerden. Aber Herz- Kreislauf- Erkrankungen sind hierzulande noch immer die häufigste Todesursache.

Inhalt und Ablauf der Untersuchung, Auswertung

In einem ausführlichen Eingangsgespräch erläutert der Patient seinem Arzt/ seiner Ärztin eventuell bestehende Erkrankungen bei ihm oder in der Familie und seinen persönlichen Gesundheitszustand. Neben der Erhebung des Impfstatus' sowie von Eigen-, Familien- und Sozialanamnese erfolgt die Erfassung des Risikoprofils. Dann erfolgt eine Ganzkörperuntersuchung mit Messen des Blutdrucks, Größe und Gewicht. Eine Blutprobe bestimmt Nüchtern-Blutzucker und Lipidprofil (Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin, Triglyceride). Der Urin-Test (Harnstreifentest auf Eiweiß, Glucose, Erythrozyten, Leukozyten, Nitrit) spürt auch Nierenerkrankungen auf. Bei Indikation schließt sich eventuell ein Ruhe-EKG an.

In einem abschließenden Gespräch wird der Arzt die erhobenen Befunde und Risiken mit dem Patienten besprechen und gemeinsam mit ihm eventuell notwendige Maßnahmen erläutern. Abhängig von der Befundlage können Präventionsempfehlungen, ein Vervollständigen des Impfstatus', mögliche Krebsfrüherkennungsuntersuchungen oder Gesundheitsförderungsangebote der Krankenkassen besprochen werden. Hat die Gesundheitsuntersuchung den Verdacht auf das Vorliegen einer Krankheit ergeben, soll weitergehende, gezielte Diagnostik und ggf. Therapie gebahnt werden.

Eine Auswertung der bisher erfolgten Gesundheitsuntersuchungen hat ergeben, dass bei jedem zweiten Teilnehmer eine Erkrankung oder Risikofaktoren festgestellt wurden, die bis dahin noch nicht bekannt waren. Am häufigsten wurden erhöhte Blutfettwerte festgestellt.

Weiterführende Untersuchungen im Rahmen des 'Check up'

Auf Wunsch des Patienten kann der 'Check up' um Untersuchungen wie z.B. Ultraschall, Belastungs- oder Langzeit-EKGs, Stuhlproben auf Blut oder genauere Blutwert-Bestimmungen (z.B. Prostata-Wert PSA beim Mann) erweitert werden, um das Vorsorgeprogramm zu komplettieren.
Diese Untersuchungen sind leider keine Leistungen im Rahmen des 'Check up' der gesetzlichen Krankenkassen, medizinisch jedoch sinnvoll und empfehlenswert und müssen als IGeL- Leistung selbst bezahlt werden.

Weiterführende Links

Artikel Darmkrebsfrüherkennung bei Frauen und Männern

Artikel Krebsvorsorge beim Mann - die vertane Chance

Artikel Früherkennung eines Bauchaortenaneurysmas

Link Kassenärztliche Bundesvereinigung KBV zur Gesundheitsuntersuchung Check-up