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Gemeinschaftspraxis Dr.Lutz Mauersberg und Dr.Brit Wald

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ICD-10-GM Version 2017

Morphologie der Neubildungen

Für die Kodierung der Morphologie von Neubildungen wird die Internationale Klassifikation der Krankheiten für die Onkologie (ICD-O) verwendet. Die Liste der Morphologie der Neubildungen war bisher in der ICD-10 enthalten, sie ist wegen der Aktualisierungen der ICD-O jedoch überholt. Aus diesem Grund wurde entschieden, die ICD-O-Schlüsselnummern aus der ICD-10, mit der Version 2016, zu entfernen. Interessierte Anwender können die ICD-O (in deutscher Sprache) von den Webseiten des DIMDI herunterladen.

Die ICD-O findet hauptsächlich Anwendung in Tumor- oder Krebsregistern, um die Lokalisation (Topographie) und Histologie (Morphologie) von Neubildungen zu verschlüsseln, üblicherweise auf der Basis eines Pathologiebefundes.

Die ICD-O ist eine multiaxiale Klassifikation für die Verschlüsselung der Lokalisation, der Morphologie, des Malignitätsgrads und des Differenzierungsgrads (Grading) von Neubildungen.

Die Topographieachse nutzt die ICD-10-Klassifikation der malignen Neubildungen (abgesehen von den Kategorien, die für sekundäre Neubildungen und Neubildungen mit spezifischer Morphologie vorgesehen sind) für alle Arten von Tumoren.

Die Morphologieachse stellt einen fünfstelligen Kodebereich von 8000/0 bis 9992/3 bereit. Die ersten vier Stellen stehen für die spezifische histologische Entität. Die fünfte Stelle nach dem Schrägstrich (/) ist für den Malignitätsgrad vorgesehen, der ausdrückt, ob eine Neubildung bösartig, gutartig, in situ oder unbekannten Verhaltens (ob gutartig oder bösartig) ist.

Eine weitere, separate Stelle ist für die Verschlüsselung des Differenzierungsgrades (Grading) vorgesehen.

Der einstellige Schlüssel für den Malignitätsgrad lautet wie folgt:

Schlüssel für den Malignitätsgrad
Schlüssel Malignitätsgrad
/0 Gutartig [benigne]
/1 Unsicher, ob gutartig oder bösartig
Borderline-Malignität1
geringes Malignitätspotential1
/2 Carcinoma in situ
intraepithelial
nichtinfiltrierend
nichtinvasiv
/3 Bösartig [maligne], Primärsitz
/6 Bösartig [maligne], Metastase
bösartig [maligne], Sekundärsitz
/9 Bösartig [maligne], unsicher, ob Primärsitz oder Metastase

1Ausgenommen sind Zystadenome des Ovars in 844-849, die als bösartig angesehen werden.

Die ICD-O enthält bei den Morphologie-Schlüsselnummern entsprechend dem histologischen Typ auch die Schlüsselnummern für den Malignitätsgrad der Neubildung.

Die folgende Tabelle zeigt eine Gegenüberstellung des Schlüssels für den Malignitätsgrad und der entsprechenden Krankheitsgruppen des Kapitels II:

Malignitätsgrad und entsprechende Krankheitsgruppen des Kapitels II
Schlüssel Malignitätsgrad Kategorien des Kapitels II
/0 gutartige Neubildungen D10-D36
/1 Neubildungen mit unsicherem oder unbekanntem Charakter D37-D48
/2 In-situ-Neubildungen D00-D09
/3 bösartige Neubildungen, als primär festgestellt oder vermutet C00-C76, C80-C97
/6 bösartige Neubildungen, als sekundär festgestellt oder vermutet C77-C79

Die Schlüsselnummer /9 für den Malignitätsgrad ist im Zusammenhang mit der ICD nicht anwendbar, da angenommen wird, dass bei allen bösartigen Neubildungen aufgrund zusätzlicher Informationen im Krankenbericht zu ersehen ist, ob sie primär (/3) oder metastatisch (/6) sind.

Einige Neubildungen sind spezifisch für bestimmte Lokalisationen oder Gewebetypen. Z.B.: Das Nephroblastom entsteht nach seiner Definition stets in der Niere; das hepatozelluläre Karzinom hat seinen Primärsitz stets in der Leber; das Basaliom entsteht gewöhnlich in der Haut. Bei solchen Krankheitsbegriffen ist in der ICD-O die entsprechende Schlüsselnummer aus Kapitel II jeweils in Klammern dem Morphologiekode hinzugefügt. Hier sollte jene vierte Stelle eingesetzt werden, die für die angegebene Lokalisation zutrifft. Die den morphologischen Begriffen der ICD-O zugeordneten Schlüsselnummern des Kapitels II können benutzt werden, wenn die Lokalisation der Neubildungen in der Diagnose nicht angegeben ist. Die Schlüsselnummern des Kapitels II konnten nicht durchgängig den morphologischen Begriffen der ICD-O zugeordnet werden, weil gewisse histologische Typen in mehr als einem Organ oder Gewebetyp auftreten können.

Bezüglich weiterer Informationen über die Verschlüsselung der Morphologie siehe ICD-O-3, Erste Revision.

Nomenklatur mit Schlüsselnummern für die Morphologie der Neubildungen

Die vormals hier aufgeführte Tabelle wird, beginnend mit der Version 2016 der ICD-10, nicht mehr unterstützt (s.a. Anmerkungen oben und am Anfang des Kapitels II).


  • ICD10-GM- Diagnoseschlüssel Stand 23.09.2016
  • © WHO / DIMDI Deutsches Institut für medizinische Information und Dokumentation 1994-2017

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