| Impfung gegen humane Papillomaviren HPV - Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs, Feigwarzen, Kondylome |
| Humane Papillomaviren HPV können neben gutartigen Veränderungen wie Feigwarzen und Kondylomen (HPV-Typen 6, 11) auch eine bösartige Erkrankung auslösen, den Gebärmutterhalskrebs oder medizinisch ausgedrückt: das Zervixkarzinom (HPV-Typen 16, 18). | |
| Trotz sehr guter Möglichkeiten der Früherkennung und Frühbehandlung beläuft sich die Zahl der Neuerkrankungen an Gebärmutterhalskrebs nach den Daten der Dachdokumentation Krebs am Robert Koch-Institut (RKI) auf rund 6.500 jährlich. Über 1.700 Frauen sterben pro Jahr an den Folgen. Ein erster Häufigkeitsgipfel findet sich bereits bei Frauen zwischen 35 und 55 Jahren – im Vergleich zu anderen Krebsarten ein sehr frühes Erkrankungsstadium. Nach einem vorübergehenden Rückgang steigt die Erkrankungshäufigkeit später erneut an. In Europa steht Gebärmutterhalskrebs nach Brustkrebs an zweiter Stelle der krebsbedingten Todesarten bei Frauen unter 45 Jahren. | |
| Vorbeugung und Früherkennung sind wichtig | |
| Derzeit üblicher Bestandteil des gesetzlichen Früherkennungsprogramms ist eine jährliche Abstrichuntersuchung (Test nach Papanicolaou, 'Pap-Test') für Frauen ab 20 Jahren durch den Frauenarzt. | |
Mit Hilfe dieser Abstrichuntersuchung können Krebsvor- und Frühstadien erkannt und behandelt werden, besonders deshalb, weil sich die Krebsentwicklung in der Regel über viele Jahre hinzieht. | |
| Impfung gegen HPV verfügbar | |
| Seit diesem Jahr ist eine Impfung gegen einige Typen des HP-Virus verfügbar. | |
Diese vorbeugende Impfung gegen die Hauptauslöser des Zervixkarzinoms, die Hochrisikotypen Humaner Papillomviren HPV 16 und HPV 18, kann die Zahl der Neuerkrankungen senken. Allerdings werden etwa 30 Prozent der Zervixkarzinome durch andere HPV-Typen verursacht. | |
| Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die generelle Impfung (PDF-Datei, 150 Kb) gegen HPV-16 und HPV-18 für alle Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Unter bestimmten Bedingungen können auch Mädchen ab 9 Jahren geimpft werden. | |
| Da das Virus fast ausschließlich durch Geschlechtsverkehr übertragen wird, muss diese prophylaktische Impfung der jungen Mädchen vor Aufnahme des ersten Sexualkontaktes erfolgen. | |
| Nicht sinnvoll und nicht wirksam ist eine Impfung mit dem Ziel, bereits vorhandene HPV-bedingte Zellveränderungen zu behandeln. (mod.Quelle: ZerVita) | |
| Ablauf der Impfung | |
| Üblicherweise besteht die Grundimmunisierung aus drei Einzeldosen, die im vorgeschriebenen Zeitraum intramuskulär in den Oberarm injiziert werden. Zwei und sechs Monate nach der Erstimpfung erfolgen die beiden Auffrischungen. | |
| Kostenübernahme | |
| Die Kosten für diese von der STIKO empfohlene vorbeugende Impfung werden von allen Krankenkassen seit dem 01.07.2007 übernommen. | |
| Bis zur definitiven Klärung des bürokratischen Wegs müssen Sie derzeit noch in Vorlage treten. Sie bezahlen Impfung und Impfstoff, die Kosten werden Ihnen von den Krankenkassen gegen Vorlage der quittierten Rechnung erstattet. | |
| Weitere Informationen | |
| [ Letzte Aktualisierung: 05.08.2009 | © www.praxis-wiesbaden.de ] |