Vorheriger Artikel... ....Nächster Artikel
Akkreditierung als 'Akademische Lehrpraxis' -
Engagement in der Aus- und Weiterbildung von Hausärzten
Akkreditierung als 'Akademische Lehrpraxis' - Engagement in der Aus- und Weiterbildung von Hausärzten
 Sicher haben Sie in den Medien schon eine der vielen Warnmeldungen registriert, nach denen in naher Zukunft ein akuter Hausärztemangel zu erwarten sein wird.
Ein Suchauftrag bei Google® dokumentiert eindrucksvoll, dass es sich dabei um ein bundesweites Problem handelt.
Für unser Bundesland Hessen weist die Hessische Landesärztekammer darauf hin und führt mit den gesundheitspolitisch bedingten aktuellen Rahmenbedingungen auch gleich einige der Gründe für die mangelnden Attraktivität der hausärztlichen Tätigkeit auf.
Wie kann man die Attraktivität einer hausärztlichen Tätigkeit fördern?
 Ziel muß es sein, trotz aller derzeitigen Widrigkeiten bereits frühzeitig das Interessen junger Kolleginnen und Kollegen an der hausärztlichen Tätigkeit in Deutschland zu wecken, möglichst schon während des Medizinstudiums.
Deshalb werden an den medizinischen Hochschulen seit einiger Zeit die 'Institute für Allgemeinmedizin' ausgebaut und die Lehre auf diesem Gebiet durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Praxis besser verzahnt.
Wie wird man eigentlich Hausarzt oder 'Facharzt für Allgemeinmedizin'?
 Das Studium der Humanmedizin dauert an einer anerkannten Hochschule in Deutschland mindestens sechs Jahre und schließt nach dem klinischen Praktischen Jahr PJ mit einem Staatsexamen ab.
 Daran schließt sich eine fachärztliche Weiterbildung in Innere oder Allgemeinmedizin von mindestens fünf Jahren an einer anerkannten Weiterbildungsstelle an. Diese Weiterbildung schließt mit der Facharzt-Prüfung vor der zuständigen Landesärztekammer ab. Danach kann man eigenverantwortlich in Klinik oder Praxis tätig werden oder qualifiziert sich zusätzlich weiter.
Die 'Praktischen Ärzte' ohne entsprechende Weiterbildung werden heute nicht mehr zugelassen; eine entsprechende fachärztliche Weiterbildung ist vor Aufnahme einer eigenverantwortlichen Tätigkeit Pflicht.
 Üblicherweise ist der Hausarzt ein klassischer 'Facharzt für Allgemeinmedizin' oder ein hausärztlich tätiger 'Facharzt für Innere Medizin' ohne Spezialisierungen SP wie etwa Kardiologie, Gastroenterologie oder ähnlichem.
Mit Reform der Weiterbildungsordnung in 2005 wurden Innere Medizin und Allgemeinmedizin zu einem Gebiet (12. Gebiet Innere Medizin und Allgemeinmedizin (66 Kb, PDF-Datei)) zusammengefasst sowie die Ausbildungsdauer angeglichen.
Zum Seitenanfang
Studentische Ausbildung in Allgemeinmedizin
 Unsere Praxis kooperiert auf Initiative von Frau Dr.Wald seit Anfang 2006 mit dem 'Institut für Allgemeinmedizin' an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt am Main. Durch begleitende Seminare, Qualitätszirkel und den Austausch mit anderen Lehrärzten wird die studentische Ausbildung fortwährend evaluiert.
 

Praktika für Studenten in klinischen Semestern:
In der Arztpraxis werden Praktika für Medizinstudenten in klinischen Studiensemestern durchgeführt, so dass Sie als Patient/in (nach Ihrem Einverständnis!) im Sprechzimmer den Arzt und eine/n Studierende/n vorfinden. Damit soll der Praxisbezug der allgemeinmedizinischen Ausbildung nachhaltig gestärkt werden.

 

Praktisches Jahr PJ, der letzte klinische Studienabschnitt:
Im Oktober 2006 wurde Frau Dr.Wald offiziell als allgemeinmedizinische 'Akademische Lehrpraxis der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main' (173 Kb, PDF-Datei) akkreditiert, die Akkreditierung von Dr.Mauersberg (145 Kb, PDF-Datei) folgte im März 2008.
Verbunden damit ist zusätzlich die Ausbildung angehender Mediziner im letzten Studienjahr (= Praktisches Jahr, PJ) im Fach 'Allgemeinmedizin' und die Tätigkeit als Prüfer/in im Staatsexamen der Medizin an der Universität Frankfurt am Main.

Ärztliche Weiterbildung zum 'Facharzt für Allgemeinmedizin'
  Bereits im August 2002 wurde Frau Dr. Wald von der Landesärztekammer Hessen die Ermächtigung zur Aus- und Weiterbildung von Assistenzärztinnen und Assistenzärzten zum 'Facharzt für Allgemeinmedizin' für insgesamt drei Jahre erteilt.
 Damit können junge Kolleginnen und Kollegen einen Teil ihrer fachärztlichen Weiterbildung in der Praxis ableisten und so ihre spätere Tätigkeit als Hausarzt 'vor Ort' kennenlernen.
 Die aktuelle Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Hessen zum 'Facharzt/ zur Fachärztin für Allgemeinmedizin' sowie einen Überblick über die übliche fachärztliche Weiterbildung in Hessen mit Weiterbildungsordnung finden Sie hier.
Und warum arbeitet die Praxis in der allgemeinmedizinischen Aus- und Weiterbildung mit?
 Schlicht: Aus Idealismus........ Die gewährten geringfügigen Aufwandsentschädigungen decken den zeitlichen Einsatz für die Aus- und Weiterbildung angehender Kollegen nicht ab. Der eingangs beschiebene drohende Hausärztemangel, die Liebe zum eigenen Beruf sowie die demographische Entwicklung hin zu einer immer älter werdenden Gesellschaft sind Triebfedern.
 Wird jetzt nicht eine ausreichende Zahl an Hausärzten ausgebildet, wird angesichts der langen Aus- und Weiterbildungszeiten in 5 bis 10 Jahren der Hausärztemangel und damit auch eine unzureichende Grundversorgung unserer Patienten nicht mehr zu beheben sein.
 Wünschenswert wäre seitens der Politik auch endlich eine Gesundheitsreform, die ihren Namen verdient und sich durch Nachhaltigkeit für die kommenden Generationen auszeichnet.......
 
Weiterführende Links
 Suchauftrag bei Google® zu Hausärztemangel
 Akkreditierungsurkunde Dr.Wald 'Akademische Lehrpraxis der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main' (173 Kb, PDF-Datei)
 Akkreditierungsurkunde Dr. Mauersberg 'Akademische Lehrpraxis der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main' (145 Kb, PDF-Datei)
 Infoseite zur 'Lehrärztin Dr.Wald', Institut für Allgemeinmedizin Ffm
 Infoseite zum 'Lehrarzt Dr.Mauersberg', Inst. für Allgemeinmedizin Ffm
Zum Seitenanfang
[ Letzte Aktualisierung: 03.06.2008 | © www.praxis-wiesbaden.de ]